“Natur 1 : 0 Feiergesellschaft”

Zitat Anatol beim Anblick dessen, was vom Zelt noch übrig war, in dem unsere Bar gestern Nacht Platz gefunden hatte – “Wir waren ein Inselstaat, abgetrennt vom Festland (Wortsport!)”. Irgendjemand von denen, die es aufgestellt hatten, kam auf die grandiose Idee das ganze so zu gestalten, dass möglichst alle Fluchtwege für von oben kommendes Wasser versperrt sind, was dazu führte, dass das Dach und der Boden nähere Bekanntschaft schließen durften.

Wie auch immer, wir waren gestern auf einer Hochzeit in meiner Heimat die gemischte Gefühle bei uns hinterließ. Ich persönlich fand das Gesamtbild durchaus rund und der Großteil der Gäste war wirklich sehr angenehm (auch angetan :D ), aber einige wollten’s wirklich wissen. Ich hab’ wirklich kein Problem mit konstruktiver Kritik (bin da ja selbst auch nicht besser), aber ich kann’s absolut nicht ab, wenn mir jemand, der wirklich keine Ahnung von Cocktails hat, erklären will, wie ich meinen Job zu erledigen hab. Das sahen auch Anatol und Chrisitan so, daher bekommt die Veranstaltung leider den Untertitel “Too many Ians”. An dieser Stelle noch ein kurzes Dankeschön an Kathi, ohne die wir vermutlich gesunken wären.

Eigentlich aber, schreibe ich grad’, weil Anatol und ich die Idee hatten mit Brombeeren und Gin zu spielen, uns dann aber in Ermangelung beider Zutaten für Heidelbeeren und Wodka entschieden haben.

BLAUBÄR

  • Heidelbeeren (halbes Glas) gestößelt
  • 4cl Wodka
  • 2 BL Vanillezucker & 2 BL Rohrzucker (braun)
  • 8-10cl Milch

Idee: Litti / Umsetzung: Anatol / Name: Litti

° Litti

Medien-Lounge die 1. oder auch, wie Anatol und ich eine Strassenblockade sprengten

Gestern Abend durften wir im Rahmen der 42. Dresdner Medien-Lounge den Empfangstisch von queo in eine Bar verwandeln. Dirk, der uns schon von seiner Diplomfeier her kannte, hielt es für eine gute Idee, Bier und Saft durch Cocktails zu erweitern. Die Idee war in der Tat gut und diverse Tiramisu-und-Wokita-Runden wirkten gewohnt auflockernd.

Der Abend war erwartungsgemäß gemütlich, jedenfalls nach dem ersten Ansturm (nochmals ein großes Dankeschön an Chrissi :* ) und nachdem wir das Ende um zwei Stunden nach hinten verschoben hatten verließen wir das sinkende Schiff.

Ausgestiegen an der Haltestelle Bautzner/Rothenburger beschlossen wir noch auf einen kleinen Absacker bei unserem persönlichen Lieblings-Peter vorbei zu schauen, doch dazu sollte es nicht kommen. 20 Meter vor dem Ziel, direkt an der Ecke Rothenburger Str. und Louisenstraße wurden wir von einer kleinen Gruppe aufgefordert uns ihrer Runde anzuschliessen…

“Jooo, setzt euch doch zu uns” — Anatol und ich schauten uns an, zuckten mit den Schultern und nahmen Platz. Schließlich wird einem nicht jeden Tag so freundlich ein Platz auf dem Bordstein angeboten. Kurz darauf meinte Anatol: “Wenn ihr Cola und Becher habt, bauen wir ‘n Cuba Libre”. Cuba muss frei sein! — Mit derartigen Aktionen hatten unsere Gastgeber scheinbar nicht gerechnet, ihre Gesichtsausdrücke waren ein Gemisch aus “What the fuck”, “Echt jetzt?” und einem erwartungsvollen Glänzen in den Augen. In diesem Moment bereute ich es sehr keine Kamera dabei zu haben. Um seiner Aussage Nachdruck zu verleihen, zückte Anatol eine Flasche Havanna Club und – stilecht – eine Handvoll Limetten. An dieser Stelle ist es wohl Zeit, dass wir uns nochmals herzlich bei queo bedanken. :D  Ein dickes Grinsen machte sich auf den Gesichtern unserer neuen Freunde breit und alsbald ergriffen auch zwei junge Männer die Initiative und holten ein Paar Flaschen Cola sowie einige Plastikbecher aus dem nächsten Spätshop.

Als die Cuba-Runde in vollem Gange war stolperten noch ein paar Engländer über uns, die Anatol und ich dann aufforderten unsere Runde zu bereichern. Der Cuba Libre jedenfalls hat ganz hervorragend geschmeckt und der Osborne Veterano hatte auch alsbald verspielt. So jedenfalls kann ein Abend enden.

Zusatz: seit heute Nachmittag um 15 Uhr ist endlich das langersehnte Video online und das möchte ich euch auf keinen Fall vorenthalten.

True Originals No. 4: The Outsider” – enjoy.

° Litti

Es brnt! Stilbruch die Zweite.

Es ist soweit, wir sind vorbereitet! Am dritten Juni-Wochenende werden wir von Freitag Nachmittag bis Sonntag Nachmittag bei der “Bunten Republik Neustadt” eine kleine Bar errichten. Unser Gastgeber ist wie auch schon im Vorjahr das Stilbruch auf der Böhmischen Straße 30.

Bunte Republik Neustadt 2010: Das erste Team.Bunte Republik Neustadt 2010: Das zweite Team.Neben den Klassikern wie Cuba Libre und unserer Eigenkreation “Bittersweet Symphony” zu absolut unschlagbaren Preisen bei höchster Qualität erwartet euch dieses Jahr auch viel Neues. Der “Green Basil Smash” wird euch mit Gin und frischem Basilikum überraschen. Zum Anderen werden wir drei eigens für die BRN kreierte Rhabarber-Drinks bereithalten. Hier schon einmal die Rezepturen:

Barbaras Vorbau

  • Rhabarberkompott + Birnensaft zu gleichen Teilen
  • 3cl Havana Club 3 Jahre
  • 3cl Licor 43
  • 2cl Vanillesirup
  • Dash scharfer Rum
  • Saft 1/2 Limette

Barbaras Barbarei (alkoholfrei)

  • Erbeeren, frisch, gevierteilt, jungfräulich, leicht erregt
  • frische “muddled” Minze
  • etwas Zucker
  • Ginger Ale

Barbaras Endstufe

  • Rhabarbermus
  • frisch gestoßene Erdbeeren
  • Limettensaft
  • Vanillesirup
  • Gin

Wenn ihr Fragen habt oder euch kurzfristig informieren wollt, kommt einfach in unserem Chat vorbei (etwas Geduld für Antworten). Für die, die gar nichts damit anfangen können: Die Bunte Republik Neustadt, kurz BRN, ist ein Stadteilfest in dem Szeneviertel Dresdens schlechthin. Tausende Besucher werden erwartet – ein Wochenende irgendwo zwischen Nachbarschaftsfest und Großevent. Weitere Informationen findet ihr beispielsweise bei eXma.

Rein, Raus, Weg

An die Veranstaltung selbst kann ich mich nur geringfügig erinnern, das ist aber auch nicht so schlimm, denn ich selbst stand garnicht wirklich an der Bar. Vielleicht war ich sogar garnicht anwesend, aber auf jeden Fall hab’ ich in jedem Fall dafür gesorgt, dass die Tequila-Vorräte geringer werden. Darum geht’s aber auch garnicht…

Worum es genau geht muss ich mir auch erst noch überlegen, aber ich glaub’ es hat was mit der Bittersweet Symphony zu tun, die Lucas und ich vor Jahren mal entworfen haben. An diesem Abend (06.03.2010) durften wir jedoch endlich erfahren wie “Bittersweet bauen” aussehen soll. Hochkonzentriert, abgedunkelt & lässig und absolute Professionalität ausstrahlend — zum Schluss das i-Tüpfelchen: ein dezentes Lächeln, wissend, dass man alles richtig gemacht hat und das Produkt den Gast voll und ganz zufrieden stellen wird.

BITTERSWEET SYMPHONY

  • im Boston Shaker
  • 3-4 Würfel Eis
  • 2cl Campari
  • 2cl Gin
  • 1cl Maracuja-Sirup
  • 1cl frisch gepresster Zitronensaft
  • 10cl Ananassaft
  • 8cl Orangensaft
  • shaken und in Hurricane-Glas abseihen

Et voilà!

° Litti

Lisas Idee

“Wie war das nochmal?” Auf jeden Fall war es kurz vor unserer Weihnachtsfeier, da Lisa, Hannes und meiner Einer am Stammtisch unseres geliebten Clubs saßen und Lisa plötzlich meinte sie wolle einen Cocktail mit Ahornsirup und Pinienkernen haben. Hannes war sofort mit Licor 43 parat und ich fühlte mich gedrungen auch meinen Teil beizutragen. Nach kurzem Überlegen entstand so Version 1 von “Lisas Traum”, die dann auch zur Weihnachtsfeier getestet (und einstimmig abgelehnt) wurde. Das lag aber wohl auch zum großen Teil daran, dass mir niemand Calvados kaufen wollte – immer diese Geizkragen.

Einige Zeit nach jener Begebenheit klickte ich dann wild auf Facebook umher und stieß auf eine Meldung der GASTRO Piraten. Licor 43 Cocktail Competition! Da mir immer noch die ursprüngliche Idee (Ahornsirup und Pinienkerne) im Hinterkopf umhergeisterte (schmeckt wirklich lecker) dachte ich mir, da geht doch was.

Hier also unsere Einsendung. Der Trick daran: in dieser Komposition noch nicht wirklich probiert. 8)

Lisas Traum

  • in Cocktailschale
  • Glasrand mit Ahornsirup benetzen und mit Kruste aus gerösteten, gemahlenen Pinienkernen versehen
  • im Boston Shaker
  • 3-4 Würfel Eis
  • 2cl Licor 43
  • 1.5cl Calvados
  • 0.5cl Ahornsirup
  • 8cl Apfelsaft
  • shaken und in Cocktailschale abseihen

Et voilà!

Was heute sonst noch so passiert ist erzähl’ ich lieber erst gar nicht, aber ich kann sagen, dass es lustig war.

° Litti

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